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Weserkurier 03.06.2006

350 Lehrer zeigen Überlastung an
Personalversammlung kritisiert Lemke

Von unserem Redakteur
Bernd Schneider

BREMEN. Rund 350 Lehrer haben mit einer "Überlastungsanzeige gemäß Beamtenrecht" auf die ihrer Meinung nach zu hohe Beanspruchung im Beruf reagiert. Das teilte der Personalrat Schulen nach der gestrigen Personalversammlung mit rund 1800 Teilnehmern mit. Mit der Anzeige geben die Lehrer Bildungssenator Willi Lemke (SPD) zu verstehen, dass die beruflichen Anforderungen die "geschuldete Arbeitsleistung in bedeutendem Umfang übersteigen". Sie fordern Lemke auf, "die Arbeitsbelastung deutlich und nachhaltig zu reduzieren". Sonst könnten sie keine Verantwortung für Qualität und Vollständigkeit ihrer Arbeit übernehmen. Jeder Antragsteller gibt individuell an, was ihn zusätzlich belastet (unter anderem: Lernstandsuntersuchungen, Vergleichsarbeiten, zentrale Abschlussprüfungen, Lernentwicklungsdokumentationen, Präsenzpflicht, Abbau von Entlastungsstunden) und bittet Lemke: "Bitte teilen Sie mir mit, welche Aufgaben ich in Zukunft nicht mehr erfüllen soll, um die Überlastung abzubauen". Die Situation hat sich laut Personalrat zugespitzt, als die Behörde verkündete, bis zu 90 von 4400 Lehrerstellen zu streichen. Dies treffe vor allem die Förderung von Schülern und die Krankenvertretung.

Link zum Personalrat Schulen in Bremen