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Mehr
Einfluss auf die Ausgaben
Schulen sollen mehr
Eigenverantwortung bekommen / "Sportprofil stärken"
Von unserem Redakteur
Wigbert Gerling |
BREMEN. Ein Begriff, zwei bildungspolitische
Diskussionsstränge:
Die Vokabel "Profilbildung" hat alle Aussicht, dass ihr Charakter als
Hauptwort am Dienstag im Senatssaal richtig betont wird. Die Vokabel
taucht auf, wenn es um den Schub für die schulische
Selbstständigkeit
mit mehr Befugnissen auch im Umgang mit Geld geht, aber auch in dem
Konzept, das für neue Akzente im Sportunterricht sorgen
soll.Pflichtbewusstsein unterstellt, kämpfen sich alle, die zur
Regierungsrunde gehören, trotz des Sommerwetters an diesem
Wochenende
durch umfangreiche Papiere. Haarklein haben Fachleute des
Bildungssenators darin die "Perspektiven für eine
Weiterentwicklung der
Eigenverantwortung an Schulen" aufgeschrieben. Bremen, so wird betont,
habe die dazugehörigen Voraussetzungen geschaffen. "In
konsequenter
Weiterführung" gelte es nun, den Schulen "auch verstärkte
Eigenverantwortung in den Aufgabenbereichen Personal- und
Organisationsentwicklung sowie Finanzen einzuräumen". Dies solle
zur
"pädagogischen Profilbildung" und zur "Weiterentwicklung des
professionellen Selbstverständnisses von Schulleitung und
Lehrpersonen"
beitragen. Zunächst stünden dabei berufliche Schulen und
Zentren der
Sekundarstufe II im Mittelpunkt. Im Kapitel mit der Kennung C.1.2. geht
es beispielsweise um die "Stärkung der personellen
Eigenverantwortung".
So sollten "künftig bei eigenverantwortlichen stadtbremischen
Schulen
den Schulleitern und Schulleiterinnen teilweise die Befugnisse eines
Dienstvorgesetzten übertragen werden". Konkret bedeute dies, das
die
Leitungen "in einem ersten Schritt" beispielsweise "dienstliche
Beurteilungen vornehmen" könnten und auch für Genehmigungen
von
Nebentätigkeiten zuständig wären. Schulleiter und
Schulleiterinnen
könnten überdies "Mehrarbeit oder Überstunden im Rahmen
der verfügbaren
Mittel anordnen". Für berufliche Schulen und Zentren der
Sekundarstufe
II, so heißt es weiter, seien in der Stadtgemeinde für das
Schuljahr
2006/07 "neue Verfahren zur wirtschaftlichen Eigenständigkeit im
Probebetrieb" geplant. Sie bekommen demnach vom Bildungssenator ein
"festgelegtes Budget zur eigenverantwortlichen, flexiblen
Bewirtschaftung". Zusätzlich zu bisherigen Schulbudgets könne
sich dies
auf Energiekosten und auch auf Ausgaben für Hausmeister oder die
Reinigung der Schule beziehen. "Das Sportprofil an Bremen Schulen
stärken." So lautet die Überschrift zu der zweiten
bildungspolitischen
Kabinettsvorlage. Unter anderem heißt es, für die
Förderung von
Hochleistungssport gebe es den Standort Ronzelenstraße, für
Fußball
Obervieland. "Es wird angestrebt", so der Ausblick, "in jedem Bremer
Stadtteil einen kooperativen Verbund zwischen Grundschule,
weiterführender Schule, Sportvereinen und Fachverbänden zu
etablieren,
um den Sport als einen festen Bestandteil im Leben der einzelnen Schule
wie in der regionalen ’Bildungslandschaft’ zu verankern." Für die
Vereine könnten sich aus solchen Verbindungen "neue systematische
Modelle" zur Talentsichtung und -förderung ergeben.
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